April 2011

15.000 gegen Atomstrom – Erfolgreiche Demo am Ostermontag!

Anti-AKW Demo

Anti-AKW Demo Grohnde

Heute am 25. April 2011 und damit 25 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl demonstrierten etwa 15.000 Menschen in Grohnde und über 100.000 deutschlandweit gegen die Energiegewinnung aus Atomkraftwerken. Auch im Ausland unterstützten weitere 25.000 Demonstranten die Forderung nach einer Energiewende.

Die Piratenpartei Hameln-Pyrmont schloß sich dem Protest an und bekräftigte ihr Engagement durch die Beteiligung an der Umzingelung des AKWs Grohnde. Aber auch an anderen Orten in Deutschland waren Piratenverbände aktiv und zeigten buchstäblich “Flagge”.

“Wir fordern die Stadtwerke in Hameln dazu auf und werden uns politisch dafür einsetzen, dass auf Atomstrom endlich verzichtet wird, so wie es schon andere Stadtwerke im Weserbergland vormachen.” bekräftigt Jörgen Sagawe die Haltung der Hamelner Piraten [Artikel]. “Denn auch die kommunale Verwaltung muss den eingeschlagenen Weg weitergehen und diesen intensivieren. Alternative Energien müssen stärker gefördert und Pilotprojekte initiiert werden.”

Aber auch jeder Einzelne kann etwas zur Energiewende beitragen und zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln:

“Die heutige Demonstrationen haben gezeigt, dass die Menschen dazu bereit sind, sich für den Atomausstieg aktiv einzusetzen. Der erste Schritt dazu ist es, sich über Ökostromtarife auf http://www.atomausstieg-selber-machen.de oder http://www.antiatompiraten.de zu informieren.”, so Sagawe am Rande der Demonstration zwischen Emmerthal und Grohnde.

 

OpenWahlprogramm – Gestalte mit!

Seit dem 21.04.2011 kann jeder interessierte Bürger auf der Webseite (www.piraten-hameln.de) der Hamelner Piraten am Wahlprogramm mitarbeiten. Unter dem Titel “OpenWahlprogramm” ist es nun möglich, Vorschläge einzureichen und diese dann zu kommentieren bzw. darüber zu diskutieren. Jeder Vorschlag wird einzeln geprüft und gegebenenfalls in das Wahlprogramm übernommen.

“Unser Wahlprogramm beinhaltet bereits jetzt nicht nur die Kernanliegen der Piratenpartei. Uns geht es darum, Hamelns Attraktivität durch konkrete Maßnahmen zu steigern und werden beweisen, dass wir weder eine Ein-Themen-Partei noch eine Protestpartei sind. Wir sind uns sicher, dass es viele Menschen in den verschiedenen Wahlbereichen gibt, die gute Ideen für ihre Region haben und diese beisteuern können, um die Anliegen der Hamelner besser zu vertreten,” betont Constantin Grosch, Vorstandsvorsitzender der Piratenpartei Hameln-Pyrmont.

Das “OpenWahlprogramm” ist leicht zu bedienen und erklärt sich von selbst. “Doch der einfachste Weg ist nach wie vor, mit uns direkt in Kontakt zu treten und die Ideen mit uns zu diskutieren”, so Grosch und verweist auf das wöchentliche Treffen der Piraten Hameln, jeden Donnerstag um 18:30 Uhr in der Sumpfblume: “Jeder – ob Mitglied der Piratenpartei oder spontaner Besucher – ist herzlich eingeladen, seine Ideen und Vorstellungen für unsere Region einzubringen.”

Vorstandsmitglied der FDP Hameln begeistert sich für islamfeindliche Facebook-Seite

Update:

Lauritz Grote hat sich mittlerweile von seinen Äußerungen distanziert und offenbar sein Engagement auf der Facebook-Seite zurückgezogen. Seine Stellungnahme zu der Angelegenheit ist unten in den Kommentaren zu finden (hier, hier und hier und hier und hier).

Mit Bestürzung hat die Piratenpartei Hameln festgestellt, dass sich das Hamelner FDP-Vorstandsmitglied Lauritz Grote in der islamfeindlichen Facebook-Gruppe “Keine dritte Moschee in Hameln” engagiert.

Dort werden immer wieder extremistische Haltungen geäußert, die ein bedenkliches Gedankengut offenbaren. So werden beispielsweise Moslems mit Ratten verglichen, einer “Plage, mit der man auch schon Anno 1200 mit einem Flötenspieler fertig wurde”.

Grote selbst begrüßt eine Statusmeldung, dass man mittlerweile “in einen Bereich käme, dass sich ein Gründungstreffen lohne” mit dem Kommentar “Hurra,wir wachschen schon 51 heimattreue Demokraten” [sic].

Die Piratenpartei Hameln-Pyrmont verurteilt solcherlei Tendenzen aufs Schärfste und fordert die FDP Hameln auf, sich klar vom Engagement ihres Schriftführers zu distanzieren.

Gerade einer nach ihrem Selbstbild liberalen Partei wie der FDP sollte daran gelegen sein, die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit zu respektieren und solchen Entwicklungen eine Absage zu erteilen.

Die Piratenpartei setzt sich für die Gleichberechtigung sämtlicher Religionen ein und richtet sich klar gegen jegliche Diskriminierung aufgrund von Religionszugehörigkeit. Sie fordert eine sachliche Auseinandersetzung ohne Vorurteile und sucht daher den Dialog mit den örtlichen Moscheen.

Screenshots vom 17.04.2011, 21:28 Uhr:

Piratenpartei Hameln-Pyrmont begrüßt den Atomausstieg der Stadtwerke Springe

Die Piratenpartei Hameln-Pyrmont begrüßt den vollzogenen Atomausstieg der Stadtwerke Springe, die seit kurzem ihren Strom komplett aus österreichischen Wasserkraftwerken beziehen. “Dies und die Tatsache, dass die Kosten für die Verbraucher aktuell nicht erhöht werden, zeigt, dass ein Atomausstieg möglich ist und nicht auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger stattfinden muss,” äußerte sich Jörgen Sagawe (19), Kandidat für den Stadtrat Hameln. “Nun ist es die Aufgabe der Stadtwerke Hameln und den Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrates, sich von dieser risikohaften Energie zu verabschieden und den immer größer werdenden Wunsch der Bürgerinnen und Bürger folge zu leisten.”

Daher erinnert Sagawe nochmals an die verheerende Katastrophe von Tschernobyl, die sich am 26.04.2011 zum 25. Mal jährt und ruft zum Aktionstag am 25.04.2011 (Ostermontag) rund um das AKW Grohnde auf. “Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich am Protest gegen die unverantwortliche Nutzung von Kernenergie beteiligen möchten, sind recht herzlich eingeladen.”

Bürgerinnen und Bürger können aber auch ein noch wichtigeres Zeichen setzen, in dem sie ihren persönlichen Atomausstieg durch einen einfachen Wechsel zu einen der regenerativen Anbieter auf dem Strommarkt vollziehen und so das Geld den großen Konzernen entziehen.

“Ein Wechsel ist leicht, kostet nur ein paar Klicks und zieht selten erhöhte Stromkosten nach sich. Sich erkundigen kann man leicht unter http://www.atomausstieg-selber-machen.de und macht den Einzelnen von den Entscheidungen der Politik unabhängig,” so Sagawe.

Auch Piraten aus Hameln-Pyrmont werden am Aktionstag in Grohnde “Flagge zeigen” um auf die Situation hinzuweisen und sich klar für den bereits seit vergangenem Jahr im Parteiprogramm verankerten Atomausstieg zu positionieren.

Weitere Informationen zum Aktionstag finden interessierte Bürgerinnen und Bürger unter http://www.tschernobyl25.de.

Neuer Vorstand und Kandidaten der Piratenpartei Hameln-Pyrmont zur Kommunalwahl 2011 gewählt

Am Sonntag, den 03.04.2011, fand in der Sumpfblume der Parteitag des Kreisverbandes Hameln-Pyrmont der Piratenpartei statt. Dabei wurde ein neuer Vorstand sowie die Kandidaten für die Kommunalwahl im September 2011 gewählt.

Neuer Parteivorsitzender und Spitzenkandidat für den Stadtrat Hameln und den Kreistag Hameln-Pyrmont ist der 18-jährige Constantin Grosch. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Jörgen Sagawe in seinem Amt bestätigt. Auch der Schatzmeister, Matthias Hackbarth wurde wiedergewählt und wird daher die Finanzen ein weiteres Jahr verwalten. Beisitzer wurden der bisherige Vorsitzende Lars Reineke und der Bad Münderaner Johannes Lange.

Aber nicht nur Personenwahlen standen auf dem Programm, es wurde auch über zwei Satzungsänderungsanträge entschieden. Neben einem eher formellen Antrag ging es auch darum, die Transparenz der Parteiarbeit zu erhöhen. So verpflichtet sich der Kreisverband Hameln-Pyrmont, Spenden an die Piratenpartei und deren Herkunft offenzulegen. Dies zeigt, dass die Piraten auch innerparteilich Transparenz vorleben und neben dem schon öffentlichen Kassenbuch und Kontostand kontinuierlich an deren Weiterentwicklung arbeiten.

“Der Einzug vieler Piraten in die Kreisräte bei den Kommunalwahlen in Hessen zeigt uns, dass es auch in Hameln-Pyrmont realistisches Ziel ist, mit mindestens je einem Piraten in die kommunalen Parlamente einzuziehen,” äußerste sich Constantin Grosch nach seiner Wahl zum Vorsitzenden.

“Unser Bundestagswahlergebnis von 1,8% für die Region Hameln-Pyrmont gilt es auszubauen. Dabei wird uns sicherlich das Wahlrecht ab 16 Jahren zugute kommen, aber auch, dass wir nicht mit der Fünf-Prozent-Hürde zu kämpfen haben werden,” so Grosch weiter. “Wichtig ist uns generell, jüngere Wählerinnen und Wähler anzusprechen, da wir ihnen die Bedeutung der Mitbestimmung auch auf kommunaler Ebene vermitteln möchten.”

Als weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung stand daher die Aufstellung der Kandidaten für die Kommunalwahl an, um die personellen Weichen für den Kommunalwahlkampf 2011 zu stellen. Die Inhalte des Wahlprogramms können in den kommenden Wochen und Monaten im Austausch mit interessierten Bürgern erarbeitet werden. Eine entsprechende Möglichkeit zur Mitarbeit wird es in Kürze hier geben, sowie weitere Informationen zu den aufgestellten Kandidaten.

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Die Ergebnisse in der Übersicht:

Stadtrat Hameln:

Listenplatz 1: Constantin Grosch (Wahlbereich 2)
Listenplatz 2: Matthias Hackbarth (Wahlbereich 6)
Listenplatz 3: Jörgen Sagawe (Wahlbereich 4)
Listenplatz 4: Michaela Hackbarth (Wahlbereich 5)
Listenplatz 5: Björn Wosnitza (Wahlbereich 3)
Listenplatz 6: Lars Reineke (Wahlbereich 1)

Kreistag Hameln – Pyrmont:

Listenplatz 1: Constantin Grosch (Wahlbereich 6)
Listenplatz 2: Matthias Hackbarth (Wahlbereich 2)
Listenplatz 3: Jörgen Sagawe (Wahlbereich 5)
Listenplatz 4: Johannes Lange (Wahlbereich 8)
Listenplatz 5: Torben Friedrich (Wahlbereich 3)
Listenplatz 6: Lars Reineke (Wahlbereich 4)

Ortsrat Bakede-Böbber-Egestorf:

Listenplatz 1: Johannes Lange

Gemeinderat Coppenbrügge:

Listenplatz 1: Torben Friedrich

Vorstand:

Vorsitzender: Constantin Grosch, 18 Jahre, Hameln, Schüler
Stellvertretender Vorsitzender: Jörgen Sagawe, 19 Jahre, Hameln, Schüler
Schatzmeister: Matthias Hackbarth, 33 Jahre, Hameln, Softwareentwickler
Beisitzer: Johannes Lange, 31 Jahre, Bad Münder
Beisitzer: Lars Reineke, 36 Jahre, Hameln, Systemadministrator

Weitere Ämter:

Kassenprüferin: Michaela Hackbarth
stellv. Kassenprüferin: Heike Ritterstaedt

 
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