Update:

Lauritz Grote hat sich mittlerweile von seinen Äußerungen distanziert und offenbar sein Engagement auf der Facebook-Seite zurückgezogen. Seine Stellungnahme zu der Angelegenheit ist unten in den Kommentaren zu finden (hier, hier und hier und hier und hier).

Mit Bestürzung hat die Piratenpartei Hameln festgestellt, dass sich das Hamelner FDP-Vorstandsmitglied Lauritz Grote in der islamfeindlichen Facebook-Gruppe “Keine dritte Moschee in Hameln” engagiert.

Dort werden immer wieder extremistische Haltungen geäußert, die ein bedenkliches Gedankengut offenbaren. So werden beispielsweise Moslems mit Ratten verglichen, einer “Plage, mit der man auch schon Anno 1200 mit einem Flötenspieler fertig wurde”.

Grote selbst begrüßt eine Statusmeldung, dass man mittlerweile “in einen Bereich käme, dass sich ein Gründungstreffen lohne” mit dem Kommentar “Hurra,wir wachschen schon 51 heimattreue Demokraten” [sic].

Die Piratenpartei Hameln-Pyrmont verurteilt solcherlei Tendenzen aufs Schärfste und fordert die FDP Hameln auf, sich klar vom Engagement ihres Schriftführers zu distanzieren.

Gerade einer nach ihrem Selbstbild liberalen Partei wie der FDP sollte daran gelegen sein, die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit zu respektieren und solchen Entwicklungen eine Absage zu erteilen.

Die Piratenpartei setzt sich für die Gleichberechtigung sämtlicher Religionen ein und richtet sich klar gegen jegliche Diskriminierung aufgrund von Religionszugehörigkeit. Sie fordert eine sachliche Auseinandersetzung ohne Vorurteile und sucht daher den Dialog mit den örtlichen Moscheen.

Screenshots vom 17.04.2011, 21:28 Uhr: