Die Piratenpartei Coppenbrügge kritisiert den Vorschlag zur Anpassung der Gebühren in den Einrichtungen zur Kinderbetreuung in der Gemeinde Coppenbrügge und appelliert an Eltern im Flecken, sich engagiert dagegen einzubringen.

Am 18.07.2012 soll in der Ratssitzung der Gemeinde Coppenbrügge über eine Erhöhung der Gebühren der Kitas im Flecken abgestimmt werden. Der vorgestellte Verwaltungsvorschlag ist jedoch weder moderat, noch gerecht.

Es geht um eine bis zu 20%ige-Erhöhung in einem Zeitraum von gerade mal zwei Jahren. Zwar wurden die Gebühren seit 2003 nicht erhöht, was laut CDU/FDP eine Anpassung rechtfertigen würde, doch dies wurde nicht ausreichend mit Fakten unterlegt, wieso gerade bei Kitas eine solche Erhöhung notwendig ist“, so Torben Friedrich, Mandatsträger der Piraten in Coppenbrügge.

Eltern, die eine erhöhte Betreuungszeit in Anspruch nehmen, da sie die Zeit z.B. für den Lohnerwerb benötigen, werden stärker belastet. Auch die vorgeschlagene Geschwisterermäßigung ist nur in Ausnahmefällen eine wirkliche Entlastung.

Was die CDU/FDP in Coppenbrügge hier beschließen möchte, passt perfekt in die aktuelle Debatte rund um das Betreuungsgeld und der aktuellen Geburtenzahlen in Deutschland. Es ist keine Ermäßigung für Alleinerziehende oder eine Sozialstaffelung vorgesehen und durch gleiche Kosten für Alle wird versucht, Gerechtigkeit zu suggerieren, egal mit welchem Einkommen man eine Kita in Anspruch nehmen muss“, kritisiert Friedrich weiter.

In der letzten Ausschusssitzung erläuterte ein Mandatsträger der CDU, “dass die Eltern sich ja anscheinend nicht dafür interessieren würden, sonst wären sie ja in den öffentlichen Sitzungen anwesend“.

Wer keine nachvollziehbare Informationspolitik für Eltern betreibt, darf sich nicht wundern, wenn eine gesellschaftliche Diskussion ausbleibt. Warum wurden nicht alle Eltern im Flecken vorher schriftlich über die geplanten Erhöhungen informiert und in die Planung eingebunden?“, entgegnet Friedrich.

Die Piraten appellieren im Rahmen einer Einladung zur kommenden Ratsitzung an die Eltern der Gemeinde, diese doch als Familienausflug zu verstehen, um der lokalen Politik bei einer wichtigen Entscheidung zur Familienförderung einmal über die Schulter zu schauen.

Ich erhoffe mir durch die Anwesenheit von jungen Eltern, dass die CDU/FDP sieht, wem sie hier zur Sanierung des Haushaltes an die Geldbörse geht, so dass dieser Vorschlag nochmal gemeinsam nachvollziehbar überarbeitet werden kann. Selbst der Kreis Hameln-Pyrmont hat eine Sozialstaffelung und in Gemeinden wie Aerzen sind Kitas erheblich günstiger. Wenn die Mehrheitsgruppe wirklich an einem familienfreundlichen Flecken interessiert ist, muss sie nochmal über ihre Anpassung nachdenken und nicht ab 2013 eine der höchsten Kita-Gebühren im Kreis haben.

Die Ratssitzung findet am 18.07.2012 um 19:00 Uhr im Gasthaus “Kasten” in Hohnsen statt.